1868 – 1.deutsche Nordpolarexpedition

1868 – 1.deutsche Nordpolarexpedition

Bezeichnung: 1.deutsche Nordpolarexpedition
Auftrag: bis 75° Nord und weiter polwärts vorkämpfen.
Expeditionsleiter:

  • Carl Koldewey

Expeditionsteilnehmer:

  • Richard Hildebrandt (erster Steuermann)
  • Georg Heinrich Sengstacke (zweiter Steuermann)
  • Johan Werdelmann (Zimmermann)
  • Johann Werdemann (Matrose)
  • Camp Wagener (Matrose)
  • Friedrich Rössing (Matrose)
  • Paul Tilly (Matrose)
  • Daniel Heinrich Büttner (Matrose)
  • Hans Peter Iversen (Matrose)
  • Gerhard J. de Wall (Matrose)
  • Albert Konrad Olsen (Matrose)
  • Nils Peter Erikson Lian (Matrose)
Das Schiff Grönland
Das Schiff Grönland im Hafen von Bremerhaven 2009

Expeditionsfahrzeug: Schiff: Segeljacht “Grönland“ (1) unter Carl Koldewey ( 13 Mann Besatzung )
Daten siehe hier

Chronologischer Ablauf:

  • 24.Mai – 29.Sep. – Start in Bergen (Norwegen)
  • 14.Sep. 1868 – der nördlichste Punkt wird bei 81°4,5′ N erreicht (2)
  • 10.Oktober Ankunft in Bremerhaven.

Beschreibung:
Im Jahr 1868 bricht die 1. deutsche Nordpolarexpedition von Bergen (Norwegen) auf. Nur ein einziges Schiff – der umgebaute norwegische Robbenfänger Grönland – soll sich unter Leitung des erfahrenen Kapitäns Carl Koldewey bis 75° Nord und weiter polwärts vorkämpfen.

Entlang der Ostküste Grönlands wird die Fahrt gehen, alternativ ist an eine Erkundung des Seegebiets östlich von Spitzbergen gedacht. Doch so sehr sich die Männer um Koldewey auch bemühen, überall stoßen sie auf undurchdringliches Packeis. Beim letzten Versuch erreicht die Grönland immerhin eine nördliche Breite von 81° 1′. Doch dann ist auch hier in der Spitzbergen-Region an eine Weiterfahrt nicht mehr zu denken.

Trotz Strömungs-, Wind- und Temperaturmessungen und wichtigen Eisbeobachtungen geht selbst Koldewey davon aus, dass die Mission gescheitert ist.

Frustriert, aber nicht entmutigt, treten die Arktisforscher ihre Heimreise an und treffen am 10. Oktober 1868 gesund und munter wieder in Bremerhaven ein.

die Expedition gilt allgemein als Fehlschlag, da sie keine der in sie gesetzten Erwartungen erfüllen konnte, nämlich weiter gegen den Pol vorzudringen, die ostgrönländische Küste zu erreichen, oder Gillis Land zu finden


Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Erste_Deutsche_Arktisexpedition

http://de.wikipedia.org/wiki/Theorie_vom_eisfreien_Nordpolarmeer

http://epic.awi.de/28224/1/Polarforsch1988_1_5.pdf

Q75 ⇒ Quellenverzeichnis

  • 1) August Petermann wollte, das Schiff „Germania“ nennen, doch Koldewey setzte sich über die Anweisung hinweg und nannte das Schiff „Grönland“
  • 2) Die Grönland hält bis Heute den Rekord, das Schiff zusein, das ohne Hilfsantrieb, diese nördliche Breite erreichte
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