1882 – 1883 – 1.Österreich-Station auf Jan Mayen

1882 – 1883 – 1.Österreich-Station auf Jan Mayen

Organisation: ( incl. Schiffskosten & Löhne der Teilnehmer ) öst. Kriegsmarine.
Finanzierung: Die Station wurde finanziert durch Johann Nepomuk Graf Wilczek, der die Station 1918 Dänemark schenkt.

1882

  • 2.4. – Schiff „Pola“ (gestellt von der öst. Marine) verlässt den Hafen Pola (1)(2)
  • 6. – 20.6. – Aufenthalt in Tromsø wegen Schlechtwetter
  • 13.7. – Ankern vor der Insel Jan Mayen
  • 14.7. – Beginn der Ausschiffung von 200 Tonnen Ausrüstung und Material und Errichtung der Station (vorgefertigt von der öst. Marine in Pola) am Südabhang des Vogelberges in der Maria Musch Bucht.
  • 1.Aug. – Beobachtungsbeginn
  • 16.8. – die „Pola“ fährt ab

Stations-Besatzung:

  • Emil von Wohlgemuth – Expeditionsleiter

weitere Mitglieder…

  • Richard Basso
  • Adolf Bobrik von Boldva
  • Adolf Sobieczky,
  • August Gratzl,
  • Dr. Ferdinand Fischer,
  • Stefan Rocco,
  • Johann Samanich,
  • Gustav Marterer,
  • Josef Baretincich,
  • Engel Furlani,
  • Natale Josef Giordana,
  • Anton Kikacich
  • Thomas Diminich

Die Überwinterung:

1883

  • 4.8. – „Pola“ kehrt zurück und holt die Stationsbesatzung ab
  • 6.8. – Abfahrt von Jan Mayen
  • 22.8. – Eintreffen in Wien

Literatur:

Beobachtungsergebnisse im Buch: „Die Österreichische Polarstation Jan Mayen 1882-1883“ 1886 veröffentlicht von der Akademie der Wissenschaften in Wien (3 Bände)


1) gehörte damals zu ⇒Italien, Heute gehört Pola zu ⇒ Kroatien und heißt: Pula

2) In der 1867 begründeten Doppelmonarchie Österreich-Ungarn war Pola, wie die Stadt damals genannt wurde, Hauptkriegshafen der Marine. Pola wurde als Festung ersten Ranges bezeichnet; auf den Hügeln über der Stadt befanden sich 28 Forts, teilweise mit Panzertürmen. Zwischen der Insel Brioni und dem Festland befand sich der Außenhafen; der eigentliche Hafen war 8,6 km² groß, teils Handels-, teils Kriegshafen. Die Marinesektion des k.u.k. Kriegsministeriums betrieb in Pola von Trocken- und Schwimmdocks über die Marineakademie, das Hydrographische Amt, ein Artillerielaboratorium und ein Pulvermagazin bis zum Arsenal (mit 2000 Arbeitern) sämtliche für den Seekrieg wichtigen Einrichtungen. (Quelle: Wikipedia)

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