1932 – Otto Juljewitsch Schmidt – Nordostpassage

Leitung: Otto Juljewitsch Schmidt
Auftrag: Durchfahren der Nordostpassage in einem Jahr mit einem Eisbrecher.
Expeditionsteilnehmer:

  • Wladimir Woronin, Kapitän, Russland
  • Ernst Theodorowitsch Krenkel, Funker
  • 112 Passagiere (10 Frauen + 1 Kind)(eine Frau gebar ihre Tochter auf der Fahrt)
  • 8 Passagiere verließen unterwegs das Schiff und wurden an Land gebracht.

Expeditionsfahrzeuge: Eisbrecher: Sibirjakow

Beschreibung:
  • Die Fahrt sollte zeigen das man die Nordostpassage in einer Sommerperiode durchfahren kann.
  • Leningrad  über Murmansk  nach Wladiwostock
  • Das Schiff erreichte die Laptewsee und die Ostsibierische See bis in die Tschuktschensee und weiter in die Beringstrasse.
  • In der Beringstrasse (4.November) wurde das Schiff vom Packeis eingeschlossen und sank am 13.Februar 1934 im Nordpolarmeer nachdem es über 1000 Meile bis in die südlicheTschuktschensee getrieben worden war. Die 104 Schffbrüchigen retteten sich auf eine Eisscholle.
  • Der Kapitän Nikolai Nikolajewdes des Eisbrechers „Litke“, welcher sich in der Nähe befand bot zweimal seine Hilfe an, doch Woronin und Schmidt lehnten die Hilfe ab, sie wollten ohne Hilfe auskommen!
  • Die „Tscheljuskinzy“ genannten Schiffbrüchigen wurden jedoch von russischen Fliegern gerettet.
Aus der Wikipedia:
Aus Anlass der Rettung der Schiffbrüchigen wurde auf Beschluss des Gesamtrussischen Zentralexekutivkomitees am 16. April 1934 der Titel „Held der Sowjetunion“ gestiftet und an sieben beteiligte Flieger vergeben.
Diese sieben Piloten waren Anatoli Ljapidewski, Sigismund Lewanewski, Wassili Molokow, Mawriki Slepnjow, Michail Wodopjanow, Nikolai Kamanin und Iwan Doronin. Clyde Armistead und William Latimer Lavery, zwei US-amerikanische Flugzeugmechaniker, die auch an diesem Luftrettungseinsatz für das Schiff beteiligt waren, wurden am 10. September 1934 mit dem Leninorden ausgezeichnet.
In den 1970er Jahren und erneut im Jahr 2004 suchten mehrere Expeditionen erfolglos nach dem Wrack der Cheliuskin. Im September 2006 konnten russische Taucher das Schiff, das in ungefähr 50 Metern Tiefe vor der sibirischen Küste liegt, lokalisieren und einige Artefakte bergen. Die geborgenen Fundstücke sollen in Dänemark, dem Ursprungsland des Schiffes, auf ihre Echtheit hin überprüft werden.
Chronologie:
  • 16. Juli 1933 – Start in Leningrad
  • 20. August 1933 – nach Problemen mit dem Schiff wurde der Hafen von Murmansk verlassen.
  • 4. November 1933 – Das Schiff friert in der Beringstrasse ein.
  • 13.Februar 1934 – Die Tscheljuskin sinkt und die Passagiere retten sich auf eine Eisscholle.

 

Quellen:

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