1912-13 A.Wegener Grönlandquerung

Land: Dänemark
Leiter: Johan Peter Koch
Gesamtkosten: 80.000 dänische Kronen

  • Carlsberg Stiftung – 30.000
  • Preußisches Kulturministerium – 15.100 Mark
  • Berliner Akademie der Wissenschaften
  • weitere private Spenden

Offizielle Bezeichnung

„Die dänische Expedition nach Königin Louises Land und quer über das Inlandeis von Nordgrönland unter Leitung von Hauptmann J. P. Koch“

Zu Beginn der Expedition galt es die Tauglichkeit der Island Pferde für eine Grönland Durchquerung zu testen.

Für diesen Test war es vorgesehen, mit den Pferden das isländische Hochland zu durchqueren. Am 12. Juni 1912 erreichte das Schiff mit der Ausrüstung den Hafen von Akureyri, im Norden von Island.

Die Brauchbarkeit der Pferde hatte sich zur Freude alle, erwiesen und so kehrten die Expeditionsteilnehmer am 1. Juli 1912 in Akureyri ein.
Im Hafen der Stadt lag bereits das Expeditionsschiff „Godthaab„, das vom dänischen Reichstag zur Verfügung gestellt wurde.
Unverzüglich wurden die Pferde und die restlichen Ausrüstungsgegenstände verladen und am 2. Juli 1912 fuhr das Schiff in Richtung Grönland ab

Nach einer gelungenen Überfahrt erreichte die „Godthaab“ am 21. Juli 1912, den Hafen der Stadt Danmarkshavn an der grönländischen Ostküste

Unter der Ausrüstung, der Expedition, befand sich neben der Ponys und einem entsprechenden Heu Vorrat auch ein kleines Motorboot, welches mit einer Leistung von 4 PS. Die von den Teilnehmern als „Schachtel“ bezeichnet wurde. Des weiteren befand sich an Bord ein vorgefertigtes Überwinterungshaus.

Bei der Entladung der Pferde, passierte es, das 16 von ihnen das Weite suchten, die ersten Tage wurden damit verbracht die entlaufenden Tiere wieder einzufangen, 2 von ihnen blieben allerdings verschwunden.

Alle diese Dinge mussten auf das Inlandeis geschafft werden, diese Arbeit beanspruchte allein 9 Wochen. Als nun noch eine passende Stelle gefunden wurde, konnte das Überwinterungshaus, das den Namen „Borg“ erhielt, aufgestellt (12. Oktober) werden.
Nach all dem, konnte schließlich mit der wissenschaftlichen Arbeit begonnen werden. Die Arbeiten gingen auch noch weiter als die Polarnacht hereinbrach.

Ursprünglich war die Überwinterung im Königin-Louise-Land geplant, dieses wurden stattdessen vor und nach der Überwinterung mehrmals mit Schlitten besucht. Bei einer dieser Fahrten zog sich Koch einen Unterschenkelbruch zu und musste drei Monate das Bett hüten.

Am 20. April 1913 waren alle Vorbereitungen für die Überquerung des Inlandeises getroffen worden und man verließ „Borg“
Für die Expedition wurden fünf Pferde und ein Hund mitgenommen, die anderen Pferde wurden während der Überwinterung geschlachtet!

Nun lag vor ihnen eine Strecke von 1200 km über Gletscherspalten und Temperaturen von bis -50 °C. – die Strecke entspricht etwa der Entfernung Hamburg – Rom.

Die Strecke Koch und Wegener in der Mitte der Zeichnung

Widrige Wetterbedingungen sorgten dafür, dass die Expedition nur langsam vorankommen konnte, einmal mussten die Männer sogar eine 12 tägige Pause einlegen, bevor sie weiter gehen konnten.
Unterschätzt wurde auch die starke Sonneneinstrahlung.

Nach 8 Wochen erreichten sie wieder eisfreie Gebiete und sie mussten einen Fjord überqueren, was neun Tage beanspruchte.
Nach der Querung des Fjordes waren es noch 50 km bis zu ihrem Ziel in Prøven.

  • Alle Pferde waren bis zu diesem Punkt vor Erschöpfung umgekommen.
  • Da die Vorräte zu Ende gingen, schlachteten sie sogar ihren Hund.
  • Die Expedition wäre beinahe in einer Katastrophe geendet, mit aller letzter Kraft erreichten die Männer im Juli, Upernivik, an der Westküste.
  • Ende September trat die Mannschaft mit einem Schiff die Rückreise nach Europa an.

Fazit + Ergebnisse:

  • Es wurde das Inlandeis untersucht.
  • Viele Fotos wurden von der Vereisung gemacht.
  • Die „Fata Morgana“ wurde mithilfe einer Spezialkamera aufgenommen.
  • Des Weiteren konnten auch die Polarlichter fotografiert werden.

Quellen:

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