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  • 1848 – 1849 James Clark Ross – Suchexpedition

    1848 – 1849 James Clark Ross – Suchexpedition

    Bezeichnung: Franklin Suchexpedition
    Auftrag: Finden der verschollenen Franklin Expedition
    Expeditionsleiter: James Clark Ross
    Expeditionsteilnehmer: Francis McClintock (1.Expedition)

    Expeditionsfahrzeuge: Schiffe:

    • HMS Enterprise (Robert McClure)
    • HMS Investigator (Richard Collinson)

    Ausführliche Beschreibung:

    1848 sollte James Clark Ross mit zwei Schiffen HMS Enterprise und HMS Investigator die verschollene Franklin-Expedition aufsuchen, mit der ihn persönlich unter anderem die Erinnerung an seinen Freund Francis Crozier und die Mannschaft der Schiffe HMS Erebus und HMS Terror verband.

    Sie fanden keine Hinweise über die verschollene Franklin Expedition, aber die ausgedehnten Schlittenreisen (1) zur Kartographie der Küste von Sommerset Island, machten die Expedition bekannt.

    Er überwinterte in Leopoldshafen und organisierte im Frühjahr 1849 mehrere Schlittenfahrten, deren wichtigste unter der persönlichen Leitung von Ross die nördliche und westliche Küste von Somerset Island (Kanada) bis 72° 38′ nördlicher Breite aufsuchte. Wegen hohen Eisgangs musste er sich auf den Heimweg machen und erreichte am 27. September 1849 die Orkneys.

    1) Durch die vielen Erfahrungen, welche sie bei diesen Fahrten machten, erfand McClintock ein ganzes System von Schlitten und Zubehör.


  • 1836 – James Clark Ross

    1836 – James Clark Ross

    Bezeichnung: Rettungsexpedition
    Auftrag: Rettungsexpedition für vermisste Walfänger
    Expeditionsleiter: James Clark Ross
    Expeditionsfahrzeuge: Schiff:HMS Cove

    Ausführliche Beschreibung:

    Die Rettungsaktion verlief erfolgreich, die vermissten Walfänger konnten gerettet werden.

    Notiz: Alle Kriegsschiffe der Royal Navy tragen seit 1789/1790 als Namensbestandteil (ship prefix) HMS = Her (bzw. His) Majesty’s Ship.


  • 1829 – 1833 – John Ross und James Clark Ross – Nordwestpassage

    1829 – 1833 – John Ross und James Clark Ross – Nordwestpassage

    Teilnehmer:

    Fahrzeug: Victory (Raddampfer)

    Das Schiff erwarb John Ross mit dem Geld von Felix Booth, 1828 in Liverpool, bis dahin wurde das Schiff als Paketboot zwischen Liverpool und der Insel Man eingesetzt. John Ross ließ das Schiff umbauen und erreichte im November 1828 London. Die Dampfmaschine erwies sich als völlig ungeeignet, da sie ständig durch Defekte ausfiel!

    Finanzierung: Diese zweite Reise von John Ross wurde von dem Brauereibesitzer Felix Booth (2) finanziert, er stellte auch den Raddampfer „Victory“ zur Verfügung.

    Chronologie:

    • 23.05.1829 – Start der Expedition in London.
    • 30.05.1829 – Defekt der Maschine.
    • 01.06.1829 – Defekt der Maschine.
    • 04.06. – 06.06.1829 – In der Bucht von Douglas (Insel Man) vor Anker zur Reperatur der Maschine.
    • 28.06.1829 – 35°WL – 200 Seemeilen von Grönland.
    • 13.07.1829 – 45 Seemeilen vor Grönland, erste Eisberge gesichtet.
    • 23.07.1829 – Erreichen von Holsteinborg (heute: Sisiniut (3) – Grönland) Empfang von Gouverneur Kall.
    • 07.08.1829 – Einfahrt in den Lancastersund.
    • 12.08.1829 – Erreichen der Stelle an der 1826 (4) die “Fury“ Schiffbruch erlitt (Prince Regent Inlet b.z.w. Sommerset Island) ⇒ 1825 – 1826 3.Expedition von William Edward Parry
    • 13.08.1829 – Erreichen der Zelte der Expedition ⇒1825 – 1826 3.Expedition von William Edward Parry
    • 13.09.1929 – Mondfinsternis.

    1.Überwinterung

    • Oktober 1829 – Die Victory friert ein. (69°59’N)
    • 20. 01.1830 – Die Sonne geht zum erstenmal auf. Am Abend stirb der Waffenschmied, James Marslin im Alter von 45 Jahren.
    • Ende März 1830 – Das Eis beginnt aufzubrechen. Aber das Schiff kommt nicht frei.
    • März – August 1830 – Schlittenfahrten und die Entdeckung der Boothia Insel (5)
    • 01.08.1830 – Das Eis bricht auf, die Victory kommt aber erst am 15.September vom Eis frei.
    • 15.09.1830 – Die Victory schafft es 3 Seemeilen weit zu fahren, dann sitzt sie wieder im Eis fest! (Die 2.Überwinterung beginnt).

    2.Überwinterung

    • 15.09.1930 – Die 2. Überwinterung beginnt.
    • 26.01.1831 – Die ersten Sonnenstrahlen erreichen das Schiff.
    • 16.05.1831 – James Clark Ross bricht mit Schlitten auf, um den magnetischen Nordpol zu finden.
    • 03.06.1831 – Der Magnetpol wird auf 70°05’17“N, 96°46’45“W gefunden und mit Steinpyramiden gekennzeichnet.
    • 13.06.1831 – James Clark Ross erreicht wieder die Victory
    • Der Juli war im Vergleich zu den anderen Jahren sehr kalt, selten stieg die Temperatur über den Gefrierpunkt. In dieser Zeit wurden von James Clark Ross die Kontakte zu den Inuit gepflegt.
    • 16.07.1831 – Dieser Tag war der wärmste in diesem Jahr, die Temperaturen stiegen auf über 10°C !
    • 28.08.1831 – Die Victory kommt aus dem Eis frei.
    • 29.08.1831 – Die Victory friert wieder ein, Die 3.Überwinterung beginnt.

    3.Überwinterung

    • 10.01.1832 – Der seit langem schwerkranke James Dixon stirbt.
    • 23.04.1832 – Die gesamte Mannschaft macht sich mit Schlitten auf in Richtung der Reste der „Fury“ und transportiert auch die Boote auf diesen.
    • In der Zeit bis zum endgültigen verlassen der Victory wurden so viele Dinge wie möglich von der Victory geborgen und an den Strand der Fury gebracht.
    • 27.05.1832 – Ross musste sein Schiff aufgeben, weil es durch das Eis stark beschädigt wurden war und es nicht die geringste Aussicht gab, das sie auch in Zukunft wieder frei kommen könnte. – Die Mannschaft hielt einen letzten Gottesdienst auf der Victory ab und verließ das Schiff.
    • Das der Abschied schwer fiel kann man erahnen wenn man liest was John Ross in sein Tagebuch geschrieben hat:

      “Es war das erste Schiff, das ich aufgeben musste, nachdem ich 42 Jahre hindurch auf insgesamt 36 Schiffen Dienst getan hatte. Mir kam es vor, als trennte ich mich von einem alten Freund“.

    • Er zog mit der Mannschaft zurück zu den Trümmern der Fury.
    • 01.07.1832 – Die Reste der Fury werden am „Furystrand“ erreicht. Hier ergeht der Befehl: Aus Ihren Resten ein Haus, für den Winter, zu bauen. Außerdem wurde soviel Proviant von der Fury, wie möglich geborgen und an Land gebracht. Das Haus das sie bauten erhielt den Namen:„Sommerset-Haus“, da sich die Stelle an der es stand, auf des Sommerset Insel befand.
    • 01.08.1832 – Die Truppe mach sich auf um in Richtung Baffin-Bucht um dort mit Glück auf einen Walfänger zu treffen.
    • 24.09.1832 – An diesem Tag verließen die Männer die Baffin-Bucht, die sie zu Anfang September erreicht hatten, weil keine Hoffnung mehr auf ein Schiff bestand. Sie gingen wieder zurück zum „Furystrand“.
    • 06.10.1832 – Sie erreichen Sommerset-Haus am Furystrand.
    • Die vierte Überwinterung beginnt.

    4.Überwinterung

    • Januar: Das Wetter ist erbärmlich, alle leiden unter den Umständen.
    • Der Zimmermann stirbt im Februar, der Mut der Mannschaft sinkt weiter.
    • Am 19. April 1833 wurden die Vorbereitungen für die „Sommerreise“ getroffen, es mussten so viele Lebensmittel zu den Booten, die sich in der Baffin-Bucht befanden, gebracht werden damit die Mannschaft bis Ende Oktober davon leben konnte.
    • 14.08.1833 – Die Mannschaft lässt die Boote in der Baffin-Bucht zu Wasser, weil sich offenes Wasser zeigt, und eine Fahrt zu ihrer Rettung durch ein vorbeikommendes Schiff gewagt werden soll.
    • 17.08.1833 – Die Boote überqueren den Prince-Regent-Sund und ziehen die Boote aus dem Wasser. Eine Ruderzeit von über 12 Stunden lag hinter ihnen.
    • 25.08.1833 – Die Boote werden erneut zu Wasser gelassen und es wird 12 Stundenlang bei Windstille gerudert, dann werden die Boote wieder an Land gezogen.
    • 26.08.1833 – Gegen 4 Uhr morgens glaubte David Wood, der gerade Wache hatte, ein Schiff zu sehen und alarmierte James K. Ross. Die Boote wurden sofort zu Wasser gelassen und die Männer ruderten auf das Schiff zu. insgesamt sahen die Männer drei Schiffe an diesem Tag, die ersten zwei konnten sie nicht erreichen b.z.w. sich nicht aufmerksam genug machen. Beim dritten Schiff, der HMS Isabella (7) aus Hull wurden sie gesehen und an Bord geholt. Der Kapitän der HMS Isabella war Kapitän Humphreys.
    • – SIE WAREN GERETTET –
    • 30.09.1833 – Die Isabella verlässt mit den Geretteten die Davisstraße und erreicht in 12 Tagen Großbritannien.

    Als die Expedition 1833 zu Ende geht, hatte sie viermal im Eis überwintert und war damit die längste bekannte Arktisreise aller Zeiten.

    1) – Der Neffe von John Ross, er nahm auch an der ersten Expedition 1818 teil.

    2) – Der Golf von Boothia wurde von dem schottischen Polarforscher John Ross nach Sir Felix Booth benannt, dem Geldgeber seiner zweiten Expedition zur Entdeckung der Nordwest-Passage. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Golf_von_Boothia

    3) – Sisimiut (dänisch Holsteinsborg) ist mit einer Bevölkerungszahl von 5.571 (Stand 2012) die zweitgrößte Stadt Grönlands.

    5) – Benannt nach dem Finanzierer der Expedition Felx Booth

    6) – Q10 S.207

    7) – Die HMS Isabella aus Hull stand früher schon einmal unter dem Kommando von James Clark Ross!