• Tag Archives Nowaja Semlija
  • 1931 – Die Polarfahrt – LZ 127 – Graf Zeppelin

    Zeitraum: 24.07 – 31.07.1931

    Leitung: Hugo Eckener

    Auftrag: Ziel der Fahrt war es das Luftschiff unter arktischen Bedingungen zu testen. Des weiteren sollten geografische und meteologische Untersuchungen durchgeführt werden. Eine der bedeutenden Aufgaben war es, mit einer Panoramakamera, weite Teile des Gebietes zu erfassen. Diese Aufgabe hätte ohne ein Luftschiff Jahre gedauert.

    Expeditionsteilnehmer:

    • Rudolf Lasarewitsch Samoilowitsch, wissenschaftlicher Leiter, Russland
    • Hugo Eckener, Komandant, Deutschland

    Expeditionsfahrzeug: Starluftschiff – Graf Zeppelin (LZ 127)

    Chronologie:

    • Am 24. Juli 1931 startet das Starluftschiff – Graf Zeppelin (LZ 127) von Friedrichshafen am Bodensee in Richtung Berlin (600km in 8 Stunden)
    • 25. Juli – Berlin St. Petersburg (Leningrad) 1400km in 16 Stunden.
    • St. Petersburg – Kanin – 1300km in 12 Stunden.
    • Kanin – Franz Josef Land – 1200km in 18 Stunden.
    • Während der Polarfahrt war ein Treffen mit dem russischen Eisbrecher Malygin geplant (1)- dieses Treffen fand am 27.Juli 1931 in der „Stillen Bucht“ der Hooker Inseln (Franz Josef Land) statt. Auf dem Eisbrecher befand sich als Gast der Umberto Nobile.
    • Franz Josef Land – Sewernaja Semlja – Taimyrhalbinsel – Nowaja Semlja 2400km in 32 Stunden.
    • Nowaja Semlja – St. Petersburg – 2300km in 25 Stunden
    • St. Petersburg – Berlin – 1400km in 13 Stunden am 30.Juli 1931.
    • Berlin – Friedrichshafen (am Bodensee) – 600km in 8 Stunden.

    Die Gesamtstrecke der Polarfahrt betrug: 10.600km.

    Karte:

    polfahrt_-_graf_zeppelin
    Karte der Flugroute von LZ 127 (Graf Zeppelin)

    1) Es war von Hugo Eckener geplant die Kosten für die Expedition zum Teil, durch den Verkauf von Briefmarken zu finanzieren, am Ende kamen 50.000 Briefe zusammen, die ein Gewicht von 300kg auf die Waage brachten, diese Briefe befanden sich auf der Graf Zeppelin. Weitere 120kg Post befanden sich auf dem Eisbrecher. Diese Post sollte beim Treffen an Bord der Graf Zeppelin genommen werden. Der Plan von Hugo Eckener ging auf, ein großteil der Expeditionskosten konnten durch den Posttransport finanziert werden.


  • 1910 – Wladimir Alexandrowitsch Russanow – Nowaja Semlja

    Bezeichnung: Umfahrrung der Nordinsel von Nowaja Semlja.
    Leitung: Wladimir Alexandrowitsch Russanow
    Auftrag: Erkundung von Nowaja Semlja und Umfahrung der Nordinsel.

    Expeditionsteilnehmer:

    • Grigori Iwanowitsch Pospelow Kapitän Russland

    Expeditionsfahrzeuge: Dmitri Solunski

    Chronologischer Ablauf: 

    • 12.Juli 1910 Aufbruch in die Kara See.
    • 20.Juli 1910 Erreichen der Meerenge Matotschkin Scha
    • im August 1910 Erreichen des nördlichsten Punktes von Nowaja Semlja
    • 19.August 1910 Die Dmitri Solunski friert am Nordkap der Insel im Eis ein und droht zerquetscht zu werden.
    • Ende August Das Schiff driftet auf der Ostseite der Insel entlang und konnte aus dem Eis befreit werden.
    • 31.August 1910 Das Schiff erreicht die Meerenge Matotschkin Schar(1) – die erste Umschiffung der Nordinsel ist gelungen.

    Beschreibung:

    Umschiffung der Nordinsel(2)
    1910 erhielt Russanow erstmals die alleinige Leitung über eine Expedition nach Nowaja Semlja. An Bord der Dmitri Solunski, die vom erfahrenen Nordpolfahrer Grigori Iwanowitsch Pospelow gesteuert wurde, machte er sich am 12. Juli auf. Am 20. Juli erreichte die gut ausgerüstete Expedition die Meerenge Matotschkin Schar, einen knappen Monat später schließlich das Ziel: den nördlichsten Punkt Nowaja Semljas. Der Versuch, die Nordinsel (Sewerny ostrow) zu umfahren, um an der Ostküste zurückzusegeln, scheiterte zunächst, deshalb kehrte die Expedition an das Nordkap der Insel zurück, wo die Dmitri Solunski am 19. August vom Eis eingeschlossen wurde und von den Eismassen zerdrückt zu werden drohte. Das Schiff driftete nach Osten, und letztlich gelang es, sie aus dem Eis zu befreien, am 31. August 1910 erreichte Russanow den Matotschkin Schar(3), ihm war es erstmals gelungen, die Nordinsel Nowaja Semljas zu umschiffen.


    Quellen: Überwiegend : http://de.wikipedia.org

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Alexandrowitsch_Russanow
    1) , 3) Siehe ⇒ http://de.wikipedia.org/wiki/Matotschkin_Schar
    2)http://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Alexandrowitsch_Russanow#Umschiffung_der_Nordinsel


  • 1909 – Wladimir Alexandrowitsch Russanow – Nowaja Semlja

    Leitung: Ju. W. Kramer
    Auftrag: Erkundung von Nowaja Semlja.
    Expeditionsteilnehmer: insgesamt 5 Mann

    • Wladimir Alexandrowitsch Russanow (Geologe), Russland

    Expeditionsfahrzeuge: Dampfschiff: Korolewa Olga Konstantinowna

    Chronologischer Ablauf:

    • 04.07.1909 Aufbruch von Archangelsk in die Kara See
    • 09.07.1909 Erreichen von Nowaja Semlja und Errichtung eines Basislagers

    Beschreibung:
    Am 4.Juli startete die Expedition vom Hafen in Archangelsk in die Kara See mit Ziel Nowaja Semlja.

    Die Expedition stand offiziell unter dem Komando von Ju. W. Kramer, aber Wladimir Alexandrowitsch Russanow war der eigentliche Leiter der Expedition.

    Russanow verletzte sich beim Aufbau des Basislagers auf Nowaja Semlja am Bein. Trotz seine Verletzung brach er zu einer geologischen Erkundung der Insel ins Inselinnere auf. Sein Entschluß wurde durch Funde von Kohle, Marmor und anderen wertvollen Mineralien und Erden belohnt.


    Quellen: Überwiegend : http://de.wikipedia.org

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Alexandrowitsch_Russanow


  • 1908 – Wladimir Alexandrowitsch Russanow – Nowaja Semlja

    Bezeichnung: Französische Expedition nach Nowaja Semlja
    Leitung: Kapitän Benard (Frankreich)
    Auftrag: Erkundung von Nowaja Semlja und Durchquerung der Insel.

    Teilnehmer:

    • Wladimir Alexandrowitsch Russanow (Geologe)

    Chronologischer Ablauf:

    • 1908 Start in Paris
    • 1908 im Herbst zurück in Paris

    Beschreibung:

    Diese französiche Expedition brach im Frühjahr 1908 in Paris nach Nowaja Semlja auf, um die Insel geologisch zu erkunden.

    Wladimir Alexandrowitsch Russanow leitete die geologische Abteilung der Expedition. Er entdeckte große Vorkommen von Mineralien auf Nowaja Semlja. Russanow gelang auch die Durchquerung der Insel in der Karasee.

    Im Herbst 1908 erreichte die Expedition wieder Paris.


    Quellen: Überwiegend : http://de.wikipedia.org

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Alexandrowitsch_Russanow


  • 1868 – Elling Carlsen – Nowaja Semlja und die Karasee

    1868 – Elling Carlsen – Nowaja Semlja und die Karasee

    1868 segelte Elling Carlsen Richtung Osten und fand reiche Fischgründe bei Nowaja Semlja.

    In den drei folgenden Saisons machten die Kapitäne und Mannschaften der norwegischen Fangschiffe eine Reihe von Entdeckungen, die die Kenntnisse über Nowaja Semlja und die Karasee beträchtlich erweiterten. Wassertemperaturen und Tiefen wurden gemessen, und die Eisverhältnisse, die generelle Beschaffenheit und die geographische Lage der Küstenstreifen wurden beschrieben.

    Auf den Inseln, die später Golfstrominseln genannt wurden, fanden sie hölzerne Schwimmer von norwegischen Fischnetzen, große Bohnen aus Westindien, Bimsstein aus Island und Wrackreste – der eindeutige Beweis, dass sich der Golfstrom bis in die östliche Barentssee geltend machte.


  • 1609 – 1. Jens Munk Expedition – Nowaja Semlja

    1609 – 1. Jens Munk Expedition – Nowaja Semlja

    Ziel: Erkundung von Nowaja Semlja

    Schiffe: Es waren zwei Schiffe sein eigenes und das seines Kompagnon Jens Hvid, die Namen der Schiffe sind nicht bekannt.

    Chronologie:

    Datum:

    Beschreibung:

    21.05.1609

    Jens Munk und Jens Hvid verlassen Kopenhagen.

    Jens Munk fährt an der Westküste Norwegens entlang umfährt das Nordkap und erreicht das weisse Meer, Munk wollte weiter nach Nowaja Semlja aber sein Kompagnon Hvid wollte nicht weiter nach Norden.

    Die beiden eingten sich auf einen Kompromiss, Hvid sollte sich einen Winterhafen an der Halbinsel Kanin ==>suchen, während Munk weiter nach Nowaja Semlja fuhr.

    21.06.1609

    Am 21. Juni trennten sich beide Schiffe an der Halbinsel Kanin.

    24.06 1609

    24. Juni 1609 vor Nowaja Semlja sichtet Munk Land, dabei handelt es sich um die Insel Kolgujew, die etwa hundert Kilometer vom Russischen Festland entfernt ist.

    Munk geht bei der Insel vor Anker und schickt einige von seinen Leuten an Land , sie sollen nach Menschen suchen, aber am Ende finden sie nichts von Bedeutung.1

    Munk legt von der Insel ab und begibt sich in Richtung Nowaja Semlja, am Abend gerät er in dichtes Eis. Er ist gezwungen den Rückzug anzutretten, er wird wohl sein Ziel in diesem Jahr nicht mehr erreichen.

    26.06.1609

    26.Juni – Um sich vor dem vorrückenden Eis in Sicherheit zu bringen fährt er zurück zur Insel Kogujew zurück um im Osten der Insel vor Anker zum gehen. An dieser Stelle der Insel setzt er wieder einige seiner Leute an Land um diesen Teil der Insel zu erkunden, auch dieses mal finden sie nichts von Bedeutung.

    Am selben Abend des 26.Juni lichtet das Schiff den Anker und begab sich in Richtung des Naturhafens im Süden der Insel.

    27.06.1609

    Am Morgen des 27. Juni kommt die Expedition in dichtes Packeis und wenig später sitzt das Schiff fest im Griff des Eises.2

    Von nun an geht alles sehr schnell, das Schiff ist wie die Seeleute sagen „klinkerkrank“. Das bedeutet, das alle Nägel unterhalb der Wasserlinie verrostet sind, durch diesen Umstand wird das Schiff schnell vom Eis zerquetscht und sinkt noch am selben Tag. Munk und seiner Manschaft gelingt es aber noch ein Beiboot und einige Lebensmittel auf das Eis zu holen. Später erreichen sie die Insel Kalgujew.

    Das Beiboot konnte mit Holzresten aus dem gesunkenen Schiff so verbreitert werden, das die ganze Mannschaft darin Platz finden konnte.

    19.07.1609

    Die Schiffbrüchigen verlassen die Insel Kalgujew und machen sich auf in Richtung des Winterhafens von Hvid an der Halbinsel Kanin

    21.06.1609

    Die beiden Mannschaften treffen sich auf der Kanin-Halbinsel wieder. Zusammen setzen sie ihre Reise nach Archangelsk fort.

    18.08.1609

    Nach einem längeren Aufenthalt in Archangelsk läuft ihr Schiff in Richtung Heimat aus.

    26.09.1609

    Die Rückfahrt verlief ohne Zwischenfälle und so erreichten sie am 26. September 1609 Kopenhagen.

     

    1Q81 S.169 – 170

    2Q81 S. 173


  • 1596 – 1597 – 3-Fahrt – Willem Barents

    1596 – 1597 – 3-Fahrt – Willem Barents

    Leitung der Expedition: Willem Barents (Obersteuermann)

    Beteiligte Länder: Holland

    Finanziert: Die Expedition wird von einer Gruppe Amsterdamer Kaufleuten unterstützt.

    Fahrzeuge: 2 Schiffe

    Expeditionsteilnehmer:

    Name.

    Stellung:

    Land:

    Schiff:

    Willem Barents

    Leiter der Expedition + Steuermann

    Holland

    1.Schiff

    Jan Corneliszoon Rijp

    Kapitän

    Holland

    2. Schiff

    Jakob van Heemskerk1

    Kapitän

    Holland

    1.Schiff

    Willem Cornelisz Schouten

    Holland

    2.Schiff

    Gerrit de Veer2

    Schiffszimmermann/Tagebuchschreiber

    Holland

     

    Primäres Ziel: Nordostpassage

    Chronologischer Ablauf:

    Datum:

    Beschreibung:

    18.05.1596

    Aufbruch der Expedition von Amsterdam.

    Barents entdeckt die Bäreninsel – deren Namen („Bäreninsel“) darauf zurückgeht, dass Barents und seine Leute hier schnell einem Eisbären begegneten und diesen nach langem Kampf schließlich auch bezwangen. Barents nannte die Insel daraufhin „Beer Eyland“.

    25.06.1596

    Am 25. Juni 1596 entdeckte er die Insel Spitzbergen wieder, die seit der Wikingerzeit in Vergessenheit geraten war.

    Trennung der beiden Schiffe, nach Streitigkeiten, bei Spitzbergen. Jan Corneliszoon Rijp will den Seeweg zwischen Grönland und Spitzbergen erkunden, scheitert aber am Eis und kehrt nach Amsterdam zurück.

    17.07.1596

    Willem Barents erreicht Nowaja Semlija

    19.08.1596

    Erreichen der Nordostspitze,von Nowaja Semlija, Barents tauft das „Ersehnte Kap“ (Hoekvan begeerte). Abermals hinderten Eismassen sein Vordringen in die Karische See; er fand im Eishafen der Südküste eine Zuflucht.

    Mai 1597

    Das Schiff von Barents kam nicht mehr aus dem Eis frei, die Mannschaft (16 Mann) ließ das Schiff am 1.Juni zurück und flüchtete in zwei offenen Beibooten in Richtung russisches Festland.

    14.06.15973

    Umfahrung des „Ersehnte Kap“, in den Beibooten. Weiterfahrt von über 600 Kilometern zur Kola Halbinsel

    20.06.1597

    Barents stirbt, an Skorbut, er wird an der Küste von Nowaja Semlija begraben. Bei der Überfahrt zur Halbinsel Kola sterben 4 weitere Männer.

    Die übrige Mannschaft erreichte unter Jakob van Heemskerk mit großer Not endlich die Halbinsel Kola.

    Niederlande 1597

    Jan Corneliszoon Rijp, der im Jahr zuvor in die Niederlande zurückgekehrt war, macht sich auf den Weg nach Skandinavien und dem nördlichen Russland. Auf der Insel, Kola trifft er auf die Überlebenden der Barents-Expedition. Jan Corneliszoon Rijp nimmt sie auf sein Schiff und fährt zurück nach Amsterdam.

    1871 !!!

     

    Anmerkung:

    Elling Carlsen entdeckt 1871 das noch wohlerhaltene Winterhaus von Barents mit vielen Geräten, Büchern (darunter die schlichte Erzählung von Gerrit de Veers über ihre Erlebnisse) etc., die er nach fast 300-jähriger Vergrabenheit im Eis zurückbrachte.

    Quelle:

    Entdeckungen: Entdeckung der Bäreninsel und der Nordwestküste von Spitzbergen.

     

    1 war zu diesem Zeitpunkt 26 Jahre alt.

    2 http://de.wikipedia.org/wiki/Gerrit_de_Veer

    3 Einige Quellen nennen diesen Tag, 14.06.1597,den Todestag von Barents


  • 1911 – Wladimir Alexandrowitsch Russanow – Nowaja Semlja

    Leitung: Wladimir Alexandrowitsch Russanow
    Auftrag: Umschiffung der Südinsel von Nowaja Semlja.
    Expeditionsfahrzeuge:  Schiff: Polar
    Beschreibung:

    1911 brach Russanow ein fünftes Mal auf, dieses Mal an Bord der Polar, mit dem Ziel, die Südinsel Nowaja Semljas (Juschny ostrow) zu umschiffen. Dies war ihm bei früheren Missionen aufgrund von Treibstoffmangel misslungen. Daneben sollte die Expedition vor allem meteorologischen und hydrographischen Studien dienen. Tatsächlich lieferte Russanow neue Erkenntnisse bezüglich der Oberflächenströmung von Barents- und Karasee.(1)


    Quellen: Überwiegend : http://de.wikipedia.org

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Alexandrowitsch_Russanow#Umschiffung_der_S.C3.BCdinsel