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  • 1882 – 1.Internationales Polarjahr

    Beteiligte Länder und Ihre Stationen

    • Deutschland Forschungsstation im Kingua-Fjord, Baffininsel, Kanada
    • Österreich auf Jan Mayen, Norwegen
    • Dänemark in Godthaab, Grönland
    • Norwegen Bossekopp im Altafjord
    • Finnland in Sodankylä
    • Schweden Kap Thordsen, Eisfjord Spitzbergen
    • Niederlande auf der Waigatsch-Insel im Karischen Meer, Russland
    • Großbritannien Rae am Großen Sklavensee, Kanada
    • Russland 1. FS auf der Sagastyr-Insel an der Lena-Mündung
    • Russland 2. FS in der Karmakulybucht auf Nowaja Semlja
    • USA 1. FS Point Barrow, Alaska
    • USA 2.FS Fort Conger in der Lady-Franklin-Bay auf Ellesmere-Land (1)
    • Frankreich FS am Kap Horn, Südamerika

    (1) – 1881-1884 Lady Franklin Bay Expedition


  • 1881-1884 Lady Franklin Bay Expedition

    1. Internationalen Polarjahr (Station der USA)

    Station der USA unter der Leitung von: Adolphus Washington Greely

    Vorgeschichte:

    Auf der internationalen Polarkonferenz von 1879 wurde die Errichtung einer Kette von Polarstationen zur systematischen Erforschung der Arktis vorgeschlagen.

    Der US-Kongress bewilligte im Jahr darauf Gelder zum Aufbau einer ständig bemannten Station an der Lady Franklin Bay auf Ellesmere Island. Mit ihrem Aufbau wurde Adolphus Washington Greely beauftragt, der sich für diese Mission freiwillig gemeldet hatte, obwohl er über keine arktischen Erfahrungen verfügte.

    Die nördlichste Beobachtungsstation beim 1. Internationalen Polarjahr ist die der Amerikaner unter der Leitung von Leutnant Adolphus Washington Greely. Die Amerikaner können ihre Station 1881 einrichten, sie liegt in Fort Conger in der Lady-Franklin-Bucht auf Ellesmere-Land.

    Expedition

    Alles verläuft anfangs planmäßig. Auf ausgedehnte Schlittentouren erreichen die Männer 83°30’N und betreten Pearyland auf Grönland. Doch der Weg zum Nordpol ist durch unüberbrückbare Eisbarrieren versperrt, die Männer müssen umkehren.

    Nach Fort Conger können in den folgenden zwei Jahren keine Versorgungsschiffe mehr vorstoßen, zu ungünstig sind die Eisverhältnisse. Unterdessen wird das Schiff der Expedition, die Proteus, vom Eis zerdrückt und sinkt. Die Verzweifelten haben kaum noch etwas zu essen. In ihrer Not versuchen die geschwächten Männer, in Richtung Süden aufzubrechen. Doch bei Kap Sabine müssen sie erneut überwintern.

    Die Toten dienen nun den Hungernden als Nahrung. Völlig entkräftet werden nur noch sieben lebende Expeditionsteilnehmer 1884 von dem Schiff Thetis unter Kapitän Winfield Scott Schley gerettet, darunter Leutnant Greely. Einer der Geretteten stirbt vier Wochen nach der Rettung. Die Tragödie kostet 20 Menschen das Leben.

    Siehe auch:
    1.Internationales Polarjahr


    Link’s

    http://de.wikipedia.org/wiki/Adolphus_Greely#Die_Polarexpedition_1881.E2.80.931884